Kosten einer Immobilienverwaltung

Umsonst ist nur der Tod, und der kostet bekanntlich das Leben. Die Verwaltung einer Immobilie ist eine komplexe Aufgabe, die Zeit, Fachwissen, kompetente Leute und Engagement erfordert. Aus diesem Grund entscheiden sich viele Immobilienbesitzer für die Beauftragung eines professionellen Immobilienverwalters. Die Kosten für diese Dienstleistung können jedoch variieren und hängen von verschiedenen Faktoren ab. Im Folgenden werden die wichtigsten Aspekte beleuchtet, die die Kosten einer Hausverwaltung beeinflussen.

Faktoren, die die Kosten beeinflussen Größe und Art der Immobilie

Die Größe und Art der Immobilie spielen eine entscheidende Rolle bei der Bestimmung der Verwaltungskosten. Ein Mehrfamilienhaus mit Gewerbeeinheiten erfordert in der Regel mehr Verwaltungsaufwand als eine kleine Eigentümergemeinschaft. Dennoch sind die grundsätzlichen Aufgaben und Aufwände für eine kleine WEG ähnlich wie für eine größeres Objekt – aber die Kosten verteilen sich bei größeren Objekten auf mehr Einheiten. Daher ist die Verwaltergebühr in der Regel bei kleinen Eigentümergemeinschaften oft höher pro Einheit als bei größeren. Ebenso können Gewerbeimmobilien aufgrund spezifischer Anforderungen teurer in der Verwaltung sein.

Umfang der Dienstleistungen

Professionelle Immobilienverwalter bieten oft ein breites Spektrum an Dienstleistungen an, das beispielsweise die Buchhaltung, die Organisation von Reparaturen, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und die Kommunikation mit Eigentümern umfasst. Je umfangreicher der Dienstleistungskatalog ist, desto höher sind in der Regel auch die Kosten. Aus dem Wohnungseigentümergesetzt von 2020 (WEMoG) ergeben sich eine Reihe von Pflichten, die ein Immobilienverwalter zu erfüllen hat. So ist etwa die Qualifikation als Zertifizierter Verwalter nachzuweisen. Daneben können vertraglich zusätzliche Leistungen vereinbart werden, was in der Regel auch geschieht. Das ist auch immer zu empfehlen – für beide Seiten. Nur so kann klargestellt werden, was im Leistungsumfang, und damit in der Vergütung, enthalten ist – und was nicht.

Lage der Immobilie und Sitz der Verwaltung

Die geografische Lage kann ebenfalls die Kosten beeinflussen. In städtischen Gebieten oder Regionen mit höherem Lebensstandard sind die Verwaltungskosten tendenziell höher als in ländlichen Regionen. Das liegt auch daran, dass die Kosten des Verwaltungsunternehmens hier höher liegen als im ländlichen Raum: Miete für den Firmensitz und Gehälter spielen hier eine Rolle. Bei der Auswahl einer Immobilienverwaltung sollte die Nähe zum zu verwaltenden Objekt beachtet werden. Oft ist die Anwesenheit vom Verwalter gefordert. Muss dieser von weiter her anreisen, stellt er dies in der Regel in Rechnung.

Durchschnittliche Kosten

Die Kosten für einen professionellen Immobilienverwalter werden häufig nach Anzahl der Einheiten eines Objektes berechnet. In Deutschland liegen diese Gebühren meist zwischen 25 und 40 Euro pro Einheit. Je weniger Einheiten ein Objekt hat, desto höher der der Satz pro Einheit. Bei besonderen Anforderungen oder Zusatzleistungen können auch Pauschalgebühren oder stündliche Abrechnungssätze anfallen.

Weitere Kostenfaktoren

Neben den Grundgebühren können zusätzliche Kosten anfallen, wie z. B.:

  • Vertragsabschlussgebühren: Einmalige Gebühren für die Aufnahme der Verwaltung.
  • Gebühren für Sonderleistungen: Kosten für außergewöhnliche Dienstleistungen, wie die Abwicklung von Modernisierungen oder umfangreichen Renovierungen.
  • Notfallgebühren: Zusätzliche Gebühren für die Bearbeitung von Notfällen außerhalb der regulären Geschäftszeiten.
  • Zusätzliche Eigentümerversammlungen zu der regulären einmaligen pro Jahr.
  • An- und Abfahrt

Fazit

Die Beauftragung eines professionellen Immobilienverwalters kann Immobilieneigentümern helfen, den Alltag der Immobilienverwaltung effizient und stressfrei zu gestalten. Es ist jedoch wichtig, die Kosten sorgfältig zu prüfen und verschiedene Angebote zu vergleichen, um die beste Entscheidung zu treffen. Dabei sollten aber nicht allein die Kosten ins Kalkül gezogen werden. Ein klarer Vertrag und eine transparente Kommunikation mit dem Verwalter sind dabei unerlässlich, um unerwartete Kosten zu vermeiden.

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